Archive for the ‘News’ Category

Das übelste Unternehmen wählen – Public Eye Award

Freitag, Januar 6th, 2012

Welches Unternehmen hat im letzten Jahr Umwelt und Menschenrechte am meisten missachtet?
Zur Wahl stehen Tepco, Syngenta, Samsung, Vale, Barclays und Freeport.
Momentan hat die britische Großbank Barclays, die 2010 mit menschenverachtenden Nahrungsmittelspekulationen aufgefallen ist, die besten Chancen auf den Public Eye Award.
An anderer Stelle werden zwei der Nominees in äußerst positiver Weise erwähnt. Siehe hier und hier. Kaufen, kaufen!

Hier können Sie abstimmen.

Imazalil, Ortophenylphenol und Thiabendazol auf Clementinen

Mittwoch, Januar 4th, 2012

Sehr informativer Beitrag über Schalenbehandlungsmittel auf Clementinen bei haccp.de.

Der Autor hatte Glück, dass die Schalenbehandlungsmittel überhaupt auf dem Schild angegeben waren. Das ist nicht immer so.
Man sollte sich überlegen, wie man vermeiden kann, dass diese Mittelchen von der Schale auf das Innere der Frucht gelangen. Beim Schälen passiert das zwangsläufig. Vorher waschen? Lieber gleich Bio-Ware kaufen!

http://haccp.de/blog/?p=1692

 

Würzlobbyisten

Donnerstag, Dezember 1st, 2011

Die Lebensmittelindustrie behauptet ja immer, der Verbraucher könne sich anhand der Zutatenlisten auf Lebensmittelpackungen umfassend über die Zusammensetzung des jeweiligen Lebensmittels informieren. Das dem nicht so ist, hat meine Lieblingssendung Frontal21 am Dienstag in einem kurzen aber äußerst informativen Beitrag aufgezeigt. Wers verpasst hat, siehe hier.

Am schönsten fand ich übrigens die Aussage von Udo Pollmer, unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sei in punkto Lebensmittelgesetzgebung lediglich die „Pressesprecherin der EU“. Auf den Punkt gebracht, Herr Pollmer!

Der Frontal21-Beitrag hat mich inspiriert, mir einmal in Sachen „würzende Zutaten“ Gedanken zu machen. Meine Fragestellung sollte die folgende sein: Welchen Lebensmittelzutaten mit dem Wortteil „würz“ kann ich eigentlich vertrauen, wenn mein Lebensmittel wirklich nur das enthalten soll, was ich unter Gewürzen verstehe, nämlich aromatisches pflanzliches Material?

Nachdem ich mir die „Leitsätze für Gewürze und andere würzende Zutaten“ (beim BMELV erhältlich) besorgt hatte, musste ich feststellen, dass die Antwort auf meine Fragestellung denkbar einfach war: Ich vertraue künftig nur noch den Bezeichnungen „Gewürz“ und „Gewürzmischung“.

Gewürze sind nämlich laut Leitsätzen Pflanzenteile, die wegen ihres Gehaltes an natürlichen Inhaltsstoffen als geschmack- und/oder geruchgebende Zutaten für Lebensmitteln bestimmt sind. Gewürzmischungen sind Mischungen aus Gewürzen.

Jedes andere „…würz…“, das in Zutatenlisten auftaucht (z.B. Würze, Würzmischung, Gewürzaromasalz…), enthält „geschmacksbeeinflussende Zutaten“, „technologisch notwendige Stoffe“, „Gewürzaromen“, „Geschmacksverstärker“, „verkehrsübliche Zuckerarten“ und/ oder „andere Trägerstoffe“ und/oder ist auf irgendeine Art mit lebensmitteltechnologischen Tricks aufbereitet .

Beispiel gefällig?
„Würzen sind flüssige, pastenförmige oder trockene Erzeugnisse, die den Geschmack und/oder Geruch von Suppen, Fleischbrühen und anderen Lebensmitteln beeinflussen. Sie werden durch Hydrolyse von eiweißreichen Stoffen hergestellt.“ (zitiert aus den Leitsätzen für Gewürze und andere würzende Zutaten I. A. Nr. 8 )

Wer es noch genauer wissen möchte, der kann ja mal hier nachlesen. Auch daraus ein Zitat: „Zur Herstellung von Würze wird das Eiweiß entweder mit Salzsäure verkocht und anschließend mit Natriumcarbonat oder Natronlauge neutralisiert, wobei auch Kochsalz entsteht, oder bei einer neueren Methode mit Enzymen aus Schimmelpilzen und Schweine-Innereien aufgelöst. Die Lösung wird filtriert und zur Geschmacksverbesserung gelagert.“

Wer macht eigentlich die oben erwähnten „Leitsätze“?
Die kommen von der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission.

Hier die Mitgliederliste.

Da laut § 12 der Geschäftsordnung der Lebensmittelbuch-Kommission ein Leitsatz grundsätzlich einstimmig beschlossen werden soll, können die Lobbyisten von Fleischer Verband, Bauernverband, Unilever und BLL die Entscheidungen der Kommission maßgeblich beeinflussen. Und das geschieht sicherlich nicht so oft im Sinne des Verbrauchers.

Bildquelle: aboutpixel.de / © Hans-Jörg Nisch

Buchtipp: Tom Mueller – Extra Virginity

Sonntag, November 27th, 2011

Ungeduldig warten wir auf das Buch, das die Welt des Olivenöls (hoffentlich) aufrütteln wird.

Tom Mueller – Extra Virginity
The Sublime and Scandalous World of Olive Oil

Erhältlich ab 5 Dezember 2011

 

Fritz Bläuel im Interview

Samstag, Juni 18th, 2011

Fritz Bläuel erzählt im Österreichischen Kurier über seine Sicht der Griechenland-Krise.

Sein preisgekröntes Olivenöl finden Sie im VitaOlio-Shop.

Umweltinstitut und NABU warnen vor Unkrautvernichtungsmittel “Roundup”

Donnerstag, Juni 2nd, 2011

Monsanto geht in die Offensive und wirbt im Fernsehen verstärkt für sein Pflanzengift “Roundup”. Erhältlich im gut sortierten Baumarkt um die Ecke.
Anlass für das Münchener Umweltinstitut, auf seiner Webseite davor zu warnen.
Auch der Naturschutzbund (NABU) beschreibt in einer Studie die möglichen Wirkungen von Roundup auf Mensch und Umwelt: “Roundup (steht) damit im Verdacht, die menschliche Fortpflanzung und Embryonalentwicklung zu stören, zudem würden toxische Effekte und hormonelle Wirkungen der Formulierungen bislang unterschätzt.”
Bevor Sie zur Giftspritze greifen, um dem ein oder anderen Unkraut im Garten den Garaus zu machen, empfehlen wir, folgenden Beitrag aus der Sendung “Kontraste” anzuschauen:

 

Einen interessanten Einblick in die Welt von Roundup-Hersteller Monsanto bietet der Film “Monsanto – Mit Gift und Genen”.

 

Bad Blumauer Manifest zur Sanierung der Wirtschaft durch Nachhaltigkeit

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Zitat aus dem Pressetext:
Bei dem „Bad Blumauer Manifest zur Sanierung der Wirtschaft“ handelt es sich um ein umfassendes Programm, das den Ausweg aus der Finanzkrise durch nachhaltiges Wirtschaften skizziert. Insbesondere geht es dabei um neue Bilanzierungsregeln, bei denen die Unternehmensbonität auch an Mitarbeiter- und Geschäftspartnerzufriedenheit oder ökologische Aspekte gebunden ist („Basel III“), sowie um neue Bewertungssysteme für die Management-Leistungen („Weg mit der Gier“) und um Richtlinien für den globalen Austausch zwischen Arm und Reich („fair und solidarisch“). Die neue, ergänzende Forderung der „Dezentralisierung“, soll ein Jahr nach der Ausrufung die Ausrichtung des Manifests noch einmal unterstreichen: „Mehr regional, weniger global“ lautet das Schlagwort.”

Eine unterstützenswerte Initiative, die Ökologie, Nachhaltigkeit, Solidarität und Regionalität vereint. Wenn diese Werte Einzug in die Wirtschaft halten, wird am Ende doch noch alles gut!


Josef Zotter,
österreichischer Schokoladenfabrikant und
Mitbegründer des Bad Blumauer Mainfests.
Zotter-Schokoladen bei VitaOlio

VitaOlio in neuem Gewand

Donnerstag, Mai 19th, 2011

Der neue VitaOlio-Shop ist online!

Nachdem wir Ihnen auf unserer Webseite bisher lediglich Produktportraits zur Verfügung stellen konnten, ein funktionales Shopsystem jedoch fehlte, bieten wir Ihnen nun beides auf VitaOlio.de!

Schauen Sie sich im neuen Online-Shop um und entdecken Sie Olivenöle, Essige und Antipasti sowie neue Produkte wie italienische Weine von Fiorano, feinste Schokoladen aus der österreichischen Schokoladenmanufaktur Zotter oder Fruchtsäfte von Jacoby. Natürlich in der gewohnten Bio-Qualität.

Weltstatistiken in Echtzeit

Dienstag, Mai 6th, 2008

Im Verbraucher-Portal “Das ist drin” gibt es einen Link auf die interessante Statistik-Webseite Worldometers.
Worldometers benutzt die PC-Uhr zur Berechnung aktueller Zahlen z.B. aus den Kategorien Ernährung, Weltbevölkerung und Umwelt. Wer in die Zukunft schauen möchte, dreht einfach seine Systemzeit die gewünschte Anzahl an Jahren vor und erhält die entsprechenden Zahlen, die selbstverständlich auf derzeitigen Statistiken beruhen. Daher auch der Hinweis “Bitte verwenden Sie diese Daten nicht für genauere Berechnungen”.

Vitaminpräparate: Stand der Wissenschaft

Montag, Mai 5th, 2008

Einen guten Überblick über den Stand der Forschung bezüglich Nutzen und Risiko von Vitamin-Supplementen findet sich auf den Seiten von Enutrio.
Fazit:
Man kann mit so genannten Nahrungsergänzungsmitteln natürliche Vitaminquellen nicht ersetzen. Vitamine wirken am besten im natürlichen Verbund und nicht als isolierte Präparate. Außerdem bergen die Supplemente Risiken, die von den Herstellern gerne verschwiegen werden. Wer sich ausgewogen ernährt, braucht keine Vitaminpillen.

Leider:
Während im Beitrag die Supplement-Industrie kritisiert wird, wirbt man am Anfang und am Ende des Artikels munter für “hochbioaktive Vitamine”, “wertvolle Vitalstoff-Formeln” und “hochaktive Herz-Vitamine”. Einen Klick weiter steht der Leser mitten im Vitamine-Onlineshop. Auch wenn es sich bei der Werbung um automatisierte Google-Anzeigen handelt, will das nicht so recht zusammenpassen. Was meinen Sie?